Evangelische Stiftung Lühlerheim

Die Evangelische Stiftung Lühlerheim bietet Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Träger ist die freie gemeinnützige Evangelische Stiftung Lühlerheim mit Sitz in Schermbeck. Als kirchliche Stiftung privaten Rechts unterliegt sie der Aufsicht des Landeskirchenamts der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sinn und Zweck, Organe und Aufbauorganisation werden im Folgenden kurz vorgestellt.

HilfeNetz Lühlerheim

Im Lühlerheim realisiert die Stiftung ein differenziertes Wohn- und Hilfeverbundkonzept, das sich an Seniorinnen und Senioren und Menschen in prekären Lebenssituationen richtet. Möglich wird das in einer Gemeinschaft, die in überschaubaren Strukturen Arbeiten, Wohnen und Freizeit verbindet – beste Voraussetzungen dafür, „miteinander Leben zu gestalten“.

Unser Leitbild

Lühlerheim steht in der Tradition diakonischer Einrichtungen. Christlicher Glaube und Nächstenliebe sind die Grundlagen unserer Arbeit mit den uns anvertrauten Menschen. Das verpflichtet uns zur ständigen Verbesserung der Lebensqualität in unseren Einrichtungen.

Wir wollen den Menschen, die zu uns kommen, Geborgenheit und Gemeinschaft bieten und sie dabei unterstützen, ihr Leben eigenverantwortlich und selbstständig zu gestalten.

Wir wollen im Verbund mit anderen Hilfen gezielt an die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Betroffenen anknüpfen.

Wir wollen die Integration von sozial und emotional benachteiligten Menschen fördern.

Wir arbeiten vertrauensvoll und konstruktiv mit Angehörigen, Ärzten, Institutionen und Fachdiensten zusammen.

Wir legen Wert auf Offenheit und Weltzugewandtheit unserer Einrichtungen und Dienste und fördern eine enge Einbindung in das Gemeinwesen. Wir unterstützen die Aufnahme und Wiederbelebung von Kontakten zu Angehörigen und Bekannten sowie die Teilhabe am kulturellen Leben.

Wir stellen hohe Ansprüche an die Qualität unserer Dienstleistungen. Dabei verstehen wir Qualität als Entwicklungsprozess, den wir aktiv gestalten.

Wir verstehen qualifizierte Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wichtiges Merkmal unserer Kompetenz.

Wir orientieren uns an wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, handeln kostenbewusst und setzen unsere Ressourcen sorgfältig und nach ökologischen Grundsätzen ein.

Die Mitarbeitervertretung

Die MitarbeiterInnenvertretung (MAV) vertritt die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Stiftung Lühlerheim. Ihre Rechte und Pflichten leiten sich aus dem Mitarbeitervertretungsgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (MVG EKD) ab. Da es in weiten Teilen den Personalvertretungsgesetzen der Länder entspricht, sind die Rechte und Pflichten unserer MAV mit denen der Personalräte in staatlichen und kommunalen Behörden vergleichbar.

Die MAV wird alle vier Jahre gewählt; sie besteht aus fünf Mitgliedern sowie zwei Ersatzmitgliedern.

Dienstgeber und MAV informieren sich regelmäßig gegenseitig über wichtige Angelegenheiten und Veränderungen in den Einrichtungen. Über die Beteiligung und Mitarbeit in Ausschüssen, die Teilnahme an Sitzungen sowie das Einbringen von Anregungen und personalbezogenen Anträgen beteiligt sich die MAV aktiv an der Weiterentwicklung Lühlerheims. Um inhaltlich stets auf dem neuesten Stand zu sein, besuchen die Mitglieder kontinuierlich für ihre Arbeit relevante Fortbildungen. Darüber hinaus pflegt unsere MAV einen regelmäßigen Austausch mit anderen Mitarbeitervertretungen auf regionaler und überregionaler Ebene.

Ihr Ansprechpartner

Markus Willemsen
Vorsitzender der MAV
Tel.: 02856/29-1066
E-Mail: mav[at]​luehlerheim.de

Die Geschichte Lühlerheims

Gründung als Arbeiterkolonie

Auf Betreiben des „Rheinischen Vereins wider die Vagabundennoth" wurde Lühlerheim 1886 als Arbeiterkolonie gegründet. Den entscheidenden Anstoß dazu gab 1881der rheinische Pfarrer Stursberg mit einem denkwürdigen Vortrag über die zunehmende Not arbeits- und obdachloser Männer während der Generalversammlung der "Rheinisch-Westfälischen Gefängnis-Gesellschaft" in Düsseldorf. Nähere Informationen zur Gründungsgeschichte liefert der nachfolgende Text;

„Entdeckung“ der Lühlerheide

Für die im nördlichen Teil der Rheinprovinz zu schaffende Einrichtung fiel das Augenmerk der Gründer nach langem Suchen auf die Lühlerheide nördlich von Drevenack. Treibende Kraft war Pastor Stursberg: Er fand den Standort und nahm Verbindung zum Landrat Frowein in Wesel auf. Im April 1884 wurde das Gelände besichtigt und für geeignet befunden. Schon wenige Tage später richtete der Vorstand des Vereins zwecks Erwerb der 110,415 ha umfassenden Lühlerheide eine Eingabe an den preußischen Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Berlin.

Start für Kolonie und Stiftung

Zum Erwerb von Grundbesitz war es erforderlich, dass der Verein die sog.  Korporationsrechte (Rechtsfähigkeit) erlangte. Die Kolonie wurde allerdings noch vor Erfüllung dieser Bedingung  am 21. Mai 1886 unter großer Beteiligung von Vertretern wichtiger staatlicher und kirchlicher Behörden eingeweiht. Die Weiherede hielt Generalsuperintendent D. Baur aus Koblenz, Ehrenvorsitzender des Kuratoriums des „Rheinischen Vereins wider die Vagabundennoth". Die Nachfeier mit zahlreichen Ansprachen fand in Drevenack statt.

Im Anschluss wurde bei der Staatsregierung die Verleihung der Korporationsrechte beantragt, die aus satzungstechnischen Gründen jedoch erst vier Jahre später per königlicher Kabinettsorder erfolgte: Am 24. September 1890 war die Gründungsphase der Stiftung Rheinische Evangelische Arbeiterkolonie Lühlerheim abgeschlossen.

Mit Ihrer Hilfe

Die Stiftung Lühlerheim erfährt in vielfältiger Weise Unterstützung: Menschen engagieren sich bei uns ehrenamtlich bzw. im Rahmen eines Freiwilligendienstes oder fördern uns durch eine Spende. Diese Beiträge sind für uns von hoher Bedeutung und tragendes Element unserer Arbeit. Umso mehr freuen wir uns, wenn auch Sie Interesse an unserer Einrichtung haben und sich gerne einbringen möchten. Dazu bieten wir vielfältige Möglichkeiten, unsere Arbeit und unseren Alltag mitzugestalten – mit finanziellen Zuwendungen der im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements. Ihre Ideen, Fähigkeiten und Erfahrungen sind immer herzlich willkommen!

Vielen Dank für den Einsatz!

Neben dem Engagement zahlreicher Einzelpersonen können wir auf traditionell enge Verbindungen z.B. zu den umliegenden Kirchengemeinden zählen, die Erntegruppe Weselerwald unterstützt uns seit vielen Jahren bei der Gestaltung der Erntedank-Gottesdienste und bei der Ausrichtung von Veranstaltungen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Wesel verschönern die Vorweihnachtszeit für die Bewohner mit ihrer jährlichen „Wunschbaumaktion“, der Männergesangsverein Schermbeck und der Schützenverein Weseler Wald sind verlässliche Partner bei unseren jahreszeitlichen Festen. Bei allen bedanken wir uns sehr herzlich und freuen uns auf weitere Unterstützung und gemeinsame Projekte.

Ehrenamtlich engagieren

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für uns in Lühlerheim unersetzlich. Sie bringen die Zeit mit, um den hier lebenden Menschen zusätzliche Aufmerksamkeit und kleine Glücksmomente zu schenken: längere Spaziergänge, persönliche Gespräche, gemeinsame Unternehmungen. So geben sie ihnen großen Halt, sind wichtiger Bestandteil des alltäglichen Miteinanders und bringen nicht zuletzt frischen Wind in unsere Einrichtung. Daher würden wir uns sehr freuen, Sie in unserem Team willkommen zu heißen! Ihren Einsatz planen wir mit Ihnen gemeinsam entsprechend Ihren Möglichkeiten und Wünschen – gerne auch im Rahmen eines Freiwilligendienstes.

Aufgaben im Überblick

Wir haben den Anspruch, ehrenamtliches Engagement so einzubinden und zu fördern, dass es das Alltagsgeschehen bereichert. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie berufliche Fachkenntnisse mitbringen oder sich einfach „nur“ auf neue zwischenmenschliche Erfahrungen einlassen möchten: Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum möglicher Aufgaben, und Sie wählen aus, was Ihnen Freude bereitet:

  • Begleitung: bei Ausflügen ins Grüne, in die Stadt, zu Veranstaltungen
  • Kreativ sein: musizieren, basteln, handarbeiten, Karten oder Schach spielen, tanzen 
  • Alltag gestalten: beim Einkaufen begleiten, vorlesen, erzählen, zuhören, spazieren gehen, Tandemrad fahren, 
  • Feste feiern: Unterstützung bei der Organisation und Durchführung von festlichen und kirchlichen Veranstaltungen
  • Produktiv sein: Mithilfe in den Werkstätten und Tagesstrukturangeboten 

Wofür Sie sich auch entscheiden: In jedem Fall stehen Sie in engem Kontakt zu unseren Bewohnerinnen und Bewohnern und können Ihre Ideen und Erfahrungen einbringen:

Das tun wir für Sie

Wir machen Sie Schritt für Schritt mit Strukturen und Abläufen unserer Einrichtung vertraut, führen Sie in Ihre ehrenamtliche Aufgabe ein und begleiten Sie in Ihrem Tun. Im Einzelnen bieten wir Ihnen:

  • eine Ehrenamtlichen-Koordinatorin als feste Ansprechpartnerin für Informationen, Anleitung und Begleitung
  • kooperative Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Möglichkeiten zur Teilnahme an internen Fortbildungen
  • Gemeinschaft und Austausch mit anderen Ehrenamtlichen
  • Versicherungsschutz bei Unfällen und Haftpflichtrisiken